Samstag, den 18. März 2017

Markhausen

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Bei Markhausen fließt die Marka durch ein Waldgebiet. Eine etwas entlegene Gegend mit wundersamen Ecken.

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Der Frühling kommt spät

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Dieses Jahr kommt der Frühling spät. Sonst hatte ich schon im Februar die Krokusse in unserem Garten. Nun ist es März und sie blühen erst.

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Mittwoch, den 22. Februar 2017

Megalithen - Karlsteine bei Osnabrück-Haste

Ein weiteres Bild aus der Reihe Große Steine (rechts)
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Eine alte Sage berichtet, dass hoch auf dem Piesberg, im Hone (Hain) nördlich von Osnabrück Haste, die alten Sachsen auf einem großen Altar Menschenopfer darbrachten. Karl der Große zog durch die Lande und wollte dem heidnischen Treiben ein Ende machen und die Sachsen zum Christentum bekehren. Der Sachsenfürst Widukind verlangte von ihm ein Zeichen, dass der neue Gott mächtig sei, mächtiger als die Götter der Sachsen. Da ging Karl hin und berührte mit seiner Reitgerte den Altar auf dem Piesberg. Die Altarplatte zerbrach und das Heiligtum war zerstört. Am Fuße des Berges errichtete man ein Kreuz und feierte die erste heilige Messe in dieser Region.
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Betrachtet man die eindrucksvollen Deckplatten, so wirken diese wirklich so, als wären sie einst eine riesige Platte gewesen, die zerbrochen ist. Aber wahrscheinlich haben die Sachsen hier ihren Göttern keine Opfer dargebracht. Zumindest war es kein germanischer Altar. Es ist ein megalithisches Grab der Trichterbecherkultur, errichtet zwischen 3500 und 2800 v. Chr. Als Karl der Große die Sachsen “bekehrte”, d.h. mit Krieg überzog, am Ende besiegte und unter Zwang taufte, da waren diese Gräber schon stumme Zeugen einer vor Ewigkeiten versunkenen Kultur. Etwa so alt, wie aus heutiger Sicht die ägyptischen Pyramiden.
In der Region Osnabrück gibt eine gute Anzahl von Gräbern, einige direkt in der Stadt, einige abgelegen in Wäldern. Sie sind die sichtbaren Spuren der ältesten Bauwerk menschlicher Besiedlung in dieser Region, rund 5000 Jahre alt. Dafür werden sie recht stiefmütterlich behandelt. Viele sind überwuchert von Unkraut und mit Farbe verschmiert. In einem Gartencenter - gut einen Kilometer von den Karlsteinen entfernt - frage ich nach dem Weg und werde von einem zum nächsten verwiesen. Man ist zwar irritiert aber sehr hilfsbereit. Nein, ich meine nicht irgendein Kriegerdenkmal in der Stadt. Ein Hünengrab… Ein Großsteingrab… 5000 Jahre alt… Sehr imposant. Eine der Sehenswürdigkeiten von Osnabrück… Keine der anwesenden Verkäuferinnen und Verkäufer hat je von den Steinen gehört. Man spricht mehrere der Kunden an und fragt, ob sie davon was wüssten. Schließlich seien sie ja aus Haste. Nein! Eine Frau schließlich erinnert sich, dass da bei der Unterführung unter der Bundesstraße irgendwo ein Schild sei. Aber sie sei dort noch nie angehalten und in den Wald gegangen… Es ist knapp 1,3 km entfernt.
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Das Schild ist da und zeigt hinauf durch eine Art Hohlweg durch den Wald zum Grab. Man kann es von der Straße aus sehen - gewiss nicht im Vorbeifahren - aber wenn man anhält… Sprockhoff gab der Anlage die Nummer 909. 4 Decksteine liegen auf 13 Tragsteinen. Sie heißen auch Schluppstein, was heute leicht als Schlafstein(e) gedeutet wird. Schluppsteine gibt es in der Gegend um Osnabrück eine ganze Reihe. Der Name kommt aber wahrscheinlich nicht von Schlafen sondern eher von Schlüpfen, weil man unter die Steine schlüpfen konnte/kann. Etwas abseits liegt noch eine weitere Grabanlage im Waldboden versunken, die kleinen Karlsteine.
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In Osnabrück startet (oder endet) die Straße der Megalithkultur, die mit 33 Stationen über 310 km ihren Weg nach Oldenburg nimmt. Die Karlsteine sind die Station 7. Auch der Hünenweg, ein Wanderweg, führt von Osnabrück aus über 208 km ins emsländische Papenburg, vorbei an einer guten Anzahl von Megalithgräbern, mit einem Abzweig von Haselünne nach Emmen in den Niederlanden. Wie schon an anderer Stelle berichtet, befinden sich die niederländischen Hünenbetten auf dem Honsruck von Emmen nach Groningen.

» Die Hunebedden von Drente & Groningen
» Baurnadomeey - Dermot and Grainna’s Bed
» Megalithic Cementries im County Sligo und Gräber auf Achill Island (County Mayo)

Megalithkultur Straßenschild - Quelle Wikipedia

Montag, den 20. Februar 2017

Megalithen - Megalithic Cementries im County Sligo und Gräber auf Achill Island (County Mayo)

Einige weitere Bilder aus den Großen Steine (rechts) hatte ich schon einmal dazwischen…
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2012 besuchte ich Irland, speziell County Mayo und County Sligo. Natürlich schaute ich mir eine Menge “Großer Steine” an. Die Iren haben einen ausgeprägten Respekt vor dem Zeugnissen der Vergangenheit. So haben sich dort eine große Vielzahl von Gräbern, Steinkreisen und anderen megalithischen Bauwerken erhalten. Nur der Zahn der Zeit und die allgegenwärtige wilde Vegetation machen den Bauwerken zu schaffen. Sehr selten findet sich jedoch ein Schild. Noch viel seltener ein Visitor Center. Nur in absoluten Ausnahmefällen muss man Eintritt zahlen. Häufig aber liegen die Anlagen schwer erreichbar auf privatem Grund, umzäunt und manchmal von Bullen und Widdern bewacht oder völlig überwuchert im Moor.

Anders als bei uns in Deutschland gibt es in Irland eine große Anzahl von Grabanlagen, die sehr dicht bei einander liegen und den Eindruck einer prähistorischen Kultstätte machen. In Deutschland kenne ich nur wenige Orte, wo mehrere Gräber in Sichtweite von einander in größerer Zahl zu finden sind. Etwa bei Groß-Berßen, bei Wanna, zwischen Visbecker Braut und Bräutigam sowie die Glaner Braut und das Griesfelder Gräberfeld oder die Nekropole Daudieck. Aber an keinem dieser Orte gibt es diese Dichte von Gräbern geschweige denn eine vergleichbare Einbettung in weitläufigere Zusammenhänge. Die megalithischen Friedhöfe Irlands aber scheinen weit verbreitet zu sein. Die berühmteste Anhäufung ist  sicher das Boyne-Valley mit Newgrange, Dowth und Knowth. Dann ist es Lough Crew und im Nordwesten sind es Carrowmore und Carrowkeel.

Carrowmore - Megalithic Cementery

 

Carrowmore Grab 27 Carrowmore Grab 3 Carrowmore Grab 4 Carrowmore Grab 48 Carrowmore Grab 51 - Listoghil Carrowmore Grab 56 Carrowmore Grab 7 Carrowmore Grab 7 Carrowmore Visitors Center - Modell

Der megalithische Friedhof von Carrowmore, gut 3 km südwestlich von Sligo auf der Knocknarea Halbinsel gelegen, besteht aus rund 45 Gräbern, die in einem großen Kreis um die zentrale Anlage, namens Listoghil errichtet wurden. Die ältesten Gräber wurden auf ca. 5500 vor Christi datiert. Auf den umliegenden Bergen und insbesondere auf dem nahen Tapfelberg Knocknarea erkennt man viele weitere Grabhügel.

Der Sage nach entstanden sie, als die Göttin Beara von ihrer Wohnstatt, einem kleineren Ganggrab in den Ox-Mountains namens Cailleach an Vera’ House mit einem großen Bündel mit Steinen zum Knocknarea flog um dort eine Umfriedung für ihre Tiere zu errichten. Da passierte es ihr, dass sie eine große Anzahl Steine verlor und diese in der Ebene auf der Halbinsel den großen Kreis von Steingräbern bildeten.

Queen Maeve’s Grave auf dem Knocknarea

Knocknarea - Queen Maeve's Cairn Knocknarea - Queen Maeve's Cairn Knocknarea - südliches Grab

Der Miosgán Meadhbha ist der weithin sichtbare, gut 5 m hohe “Steinhügel der (Göttin oder Königin) Maeve” auf dem Tapfelberg Knocknarea. Er wurde dort oben gut 3200 vor Christi errichtet. Umschlossen von einem Wall und mit Spuren früher Besiedlung finden sich im Umfeld eine Anzahl kleinerer Grabanlagen. Die Hauptanlage wurde bis heute nicht eingehend archäologisch untersucht. Man nimmt an, dass sich in ihrem Inneren ein Ganggrab befindet. Es gibt die Tradition Queen Maeve einen Stein mit zu bringen und auf den Hügel zu legen.

Man hat einen beeindruckenden Ausblick über die Sligo Bay.

Carrowkeel - Megalithic Cementery

Carrowkeel Grab F Carrowkeel Grab G Carrowkeel Grab G Carrowkeel Grab H Carrowkeel Grab K Carrowkeel Gräber G & H Carrowkeel Gräber G & H & K

Gut 30 km von Sligo entfernt an der N4 Richtung Boyle befindet sich auf einigen Hügeln gelegen der megalithische Friedhof von Carrowkeel. Mehrere “Steinhaufe” auf den Hügeln entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Ganggräber. Einige sind erstaunlich gut erhalten. Durch eine enge Öffnung gelang man in den Gang und dann in eine meist überraschend große Grabkammer. Die Anlagen erinnern an das Ganggrab New Grange im Boyne-Valley, sind aber viel kleiner und schlichter. Sie beeindrucken aber durch ihre Anzahl. Durch Morast, Gestrüpp und Dornen kann man sich zu immer mehr Anlagen durchschlagen. Und auf den angrenzenden Hügeln erkennt man weitere Anlagen.

Am Slievemore auf Achill Island

Wir wohnten auf Achill Island. Dort war der Boden so triefnaß, dass ich nur einige wenige der nur zu Fuß übers Moor erreichbaren Grabanlagen aufsuchen konnte. Aber am Slievemore, einem der beherrschenden Berge der Insel liegen eine bekannte und mehrere “unbekanntere” Anlagen, die vergleichweise gut zu erreichen waren.

Slievemore East - court tomb Slievemore East - court tomb Slievemore East - court tomb

Das Court Tomb Slievemore (oder auch Keel) East liegt gut erreichbar und ausgeschildert am Berghang und überblickt die weite Bucht von Keel.

Doogort West - court tomb Doogort West - court tomb

Auf meinem Weg dahin traf ich durch Zufall den Leiter einer archäologischen Ausgrabung, der mir den Weg zum Grab Doogort West erklären konnte. Nicht nur Morast sondern ein kleiner Fluß waren zu durchqueren. Und da das Grab in Dornen, Hecken und einer Mauer eingebaut ist, braucht man schon eine Erklärung. “Kurz nach der Furt sehen sie einen senkrecht stehenden, einzelnen Stein. Da ist das Grab.”

Bal of Dookinelly Bal of Dookinelly Bal of Dookinelly - Skizze

Das Grab von Bal of Dookinelly, berichtete der Archäologe, habe er selber nicht gefunden. Der Besitzer eines etwas esoterischer angehauchten Tea-Rooms konnte mir aber durch eine Skizze den Weg durchs Moor zu dem gut versteckten Court Tomb erklären. Zudem erzählte er seine Interpretation: Danach seien das Grab auf dem Hügel, Slievemore East, wirklich ein Grab für Tote. Das von Bal of Dookinelly hingegen sei eindeutig ein Versammlungsort mit einer Art Prozessionsweg gewesen, wo das Leben gefeiert wurde. Der zum Meer hin geöffnete Hof und die Steine seiner Begrenzung seien die Sitzplätze der Priester(innen) gewesen. Mit nassen Füßen und vielen Kratzern vom Stechginster fand ich das Grab. Da die Kammer selber kaum zu erkennen und nur der weite Hof gut sichtbar ist, kann man den Eindruck nachvollziehen.

© Christoph Bornewasser 2014 - siehe auch www.MONDHELD.de

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Sonntag, den 19. Februar 2017

Regennasser Nebeltag

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An der Thülsfelder Talsperre.